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Aus alt mach neu…

was für eine Performance beim Linz Triathlon über die Half-Ironman Distanz! (1,9/90/21) Bei strömendem Regen und Temperaturen um die 13° war das ein Tag, wo nur die härtesten ihre Knüppel auspacken, denn der Großteil des Feldes ging in Selbsmitleid und Aufgabe unter. Schade eigentlich, denn die Veranstaltung war wie immer toll organisiert, und die Leberkäsesemmerl im Finisherbuffet eine echte Attraktion.
Nach meiner gelungenen Vorstellung in Obergrafendorf (Gesamt 7.) ging ich voller Selbstvertaruen an den Start und bereits das Schwimmen verlief nach meinen Vorstellungen. Flott angeschwommen, aber leider nicht schnell genung: denn es bildetete sich eine 6 Mann Spitzengruppe, hinter der ich mit 30 sec Abstand alleine nachschwimmen mußte. Und das war wiedereinmal der Typus des halben Rennverlaufes: nach vorne der Abstand zu groß um aufzuschließen, nach hinten der Ehrgeiz zu groß um nachzulassen. Als Siebenter aus dem Wasser - nun stellte sich die Frage: Radshirt +Ärmlinge + Handschuhe?? Es regnete bereits heftig und der See war mit 17° nicht sehr wohlig! Bringt eh alles nix…..daher rauf auf das Rad mit dem nassen Einteiler und drücken!

Das gelang mir auch ganz gut, 40 km nur von einem Polizeimotorrad begleitet, bis endlich ein 4 Mann Paket zu mir aufschließen konnte und wir die 2.Runde gemeinsam absolvierten. Heftiger Gegenwind auf der Donaubundesstraße und Regen zwang uns permanent in die Aeroposition. 2 Stunden 26min am Rad waren zwar nicht die Welt, aber ich fühle mich gut am Rad und DIE Velo-Rakete war ich ja noch nie. Dafür konnte ich in meiner Karriere schon oft genug auf der Laufstrecke beweisen wo der Hammer hängt, und das wollte ich auch diesmal wieder tun.

In der Wechselzone verlor ich noch 45 Sekunden, weil ich auf Grund der klammen Finger nicht in die Sch…. Socken reinkam. Ich wechselte an 8. Stelle mit 2 Minuten Rückstand auf den dritten Platz auf die Laufstrecke und spürte gleich, dass die anderen mein Tempo nicht laufen werden können. Auf den ersten 10 km überholte ich nur einen Konkurrenten, doch auf der zweiten Runde konnte ich mein Tempo noch etwas erhöhen, während die Konkurrenz langsamer wurde. Kurz vor dem Ziel sprintete ich mit einer Halbmarathonzeit von 1std22min noch als zweitbester Österreicher auf Platz 3 der Gesamtwertung, gewann meine Altersklasse und konnte auch noch ein wenig Preisgeld mit nach Hause nehmen. Ergebnis

Alles in allem eine Entlohung für die sehr streßige Zeit, die ich zur Zeit mit der Mostiman Planung, Trainerkurse, RATS Amstetten und eigenem Training habe. Und der Beweis, dass erstens nur richtig hartes Schwimmen Früchte trägt und zweitens, dass man einen Keller nie abschreiben sollte!
Quelle: Keller Bernhard

Sitzposition Bernhard Keller 2010

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