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Ironman-Strategien: Spitzenplätze, durchkommen und lächeln

15 Südweststeirer starten beim Ironman in Klagenfurt: Markus Strini will unter die Top Ten, einige kämpfen um die Qualifikation für Hawaii und Florentina Pfleger ist die jüngste Österreicherin im Bewerb.

Der Ruhepuls steigt, das Rad wird ein letztes Mal überprüft, das Material im Auto verstaut und ab geht es Richtung Klagenfurt. Der Ironman zieht Jahr für Jahr mehr Extremsportler in seinen Bann. 165 Steirer, davon 15 aus der Südweststeiermark, gehen heuer beim zehnten Ironman-Austria an den Start.

Schon bei der Anmeldung muss man schnell sein. "Du hast übers Internet nur wenige Stunden Zeit, dann sind die 2400 Startplätze vergeben", erläutert Markus Strini. 350 Euro beträgt das Startgeld, damit man auf die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen gehen darf.

Top-Ten-Ergebnis. Mit Markus Strini steht ein Profi aus der Region am Start, der den Ironman im Vorderfeld beenden möchte. Ohne Qualifikationsstress für die WM auf Hawaii gibt sich der 35-Jährige aus Oedt bei Ragnitz zuversichtlich: "Ein Top-Ten-Ergebnis ist mein Ziel, in Österreich vorne mitmischen zu können, ist natürlich mein großer Traum."

Top-Fünf-Platzierung. Mit dem Gabersdorfer Erwin Huss besitzt schon ein zweiter Südweststeirer ein Ticket für die WM, er hat es im November in Florida für die Klasse M40 geholt. Mit neuem Rennrad visiert er eine Top-Fünf-Platzierung an, wobei auch ein Stockerlplatz in seiner Altersklasse möglich ist.

WM-Ticket. "Die Dichte wird immer größer, jeder, der es etwas professioneller betreibt, möchte einmal zur WM", weiß auch Dietmar Melmer, der in Klagenfurt in der M45 ein Ticket dorthin ergattern möchte. Gleiches strebt auch der junge Stainzer Phillip Reiner in der Klasse M18 an.

Erstmalig den Ironman-Kick erleben werden heuer zwei Damen. Florentina Pfleger ist mit ihren 23 Jahren überhaupt die jüngste Starterin aus Österreich. Was sie dazu treibt? "Vielleicht möchte ich nur mal wissen, wie mein Körper mit solchen Extremsituationen umgeht und wie er reagiert. Vor drei Jahren ist der Triathlonfunke zu mir übergesprungen, im Vorjahr hab ich dann die Anmeldung für heuer gewagt", verrät die Deutschlandsbergerin, die viel Respekt vor dem Schwimmstart hat.

"Lächeln". Durchkommen lautet auch die Devise der Tillmitscherin Martina Pratter: "Ich weiß, es wird kein Honiglecken. Unterwegs kann viel passieren. Ich möchte am Anfang nicht zu viel riskieren, damit ich die Ziellinie sehe. Außerdem will ich die Strecke stets mit einem Lächeln bewältigen", sagt die 33-Jährige.

Quelle: Kleine Zeitung

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