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Zeller Valentin sein nächster Höhepunkt 2007 Race across the alps ( Rata ) in Nauders

Valentin Zeller sein nächster Sportlicher Höhepunkt ist Race across the alps ( RATA ) in Nauders.

Für mich gab es wieder eine neue Herausforderung, die sieben Punkte für eine optimalen Sitzposition mit Valentin Zeller gemeinsam einzustellen.

Wir mussten die Sitzposition die für den 24 Stunden Höhenmeter Weltrekord eingestellt  wurde, wieder umstellen.

Die Sitzposition die Valentin Zeller fährt  bei  Race across the alps ( RATA ) in Nauders kann man in einem Video sehen.

Hier anklicken:

 

 

Hier ein Bericht von Valentin Zeller.

23.06.2007

Es ist 7.00 und das Rennen ist 19 Stunden alt….

Es ist sehr viel passiert seit dem Start.

Gleich nach 2 Stunden im steilsten Stück vom Stilfserjoch hat „Vali’s Kraft" die Kette abgerissen und den Umwerfer abgebrochen. Damit war das erste Rad kaputt….

Beim Ersatzrad brach 30 km weiter ein Teil von der Schaltung und Vali konnte nicht mehr auf den ersten Gang schalten, das war noch kein Problem, erst als Vali den sehr steilen Mortirolo bestreiten musste….

Die hälfte des Berges absolvierte er fast nur im Wiegetritt, bis endlich Rettung nahte. Ein Betreuer von Thomas Ratschob nahm sich uns an und reparierte so gut es ging das Rad…..

Das war vielleicht eine Erlösung als Vali wieder einen ersten Gang hatte, und er blies gleich zum Angriff. Zu dieser Zeit befand er sich an 8 Position.

Die Nacht war lang und sehr gut für Vali, er fuhr ein sehr konstantes Tempo und machte Platz für Platz gut.

Vor zehn Minuten haben wir noch den 4 platzierten Marko Baloh überholt und sind weiter auf dem Vormarsch.

Jetzt heißt es nur noch beten, dass das Rad weiterhin noch so gut hält und uns gut nach Nauders bringt…..

23.06.2007

Valentin Zeller kämpfte erfolgreich – mit seinem bzw. gegen sein Rad

… 4. Platz beim Race Across The Alps - trotz technischen Pannen

… 525 km – 12.697 Höhenmeter – 3 Länder – 10 Berge - und das in 24 Stunden und 15 Minuten

Um Punkt 12 Uhr fiel am 22. Juni 2007 im tirolerischen Nauders der Startschuss für das härteste und schwerste Ein-Tages-Rennen – das Race Across The Alps, das heuer bereits zum siebenten Mal stattgefunden hat. Und Valentin Zeller, der gebürtige Bad Ischler und jetzige Wahl-Kärntner, war dabei. Und wie! Trotz technischen Pannen zum Quadrat überquert er als Vierter die Ziellinie.

Der erste Streich … Ein Kettenriss …

„Das war eines der brutalsten Rennen, das ich gefahren bin" so ein müder aber glücklicher Spachn-Volte im Ziel. Bis zum Stilfserjoch lief alles noch sehr gut. Ca. 15 Fahrer matchen sich, bis sich beim langen Aufstieg das Feld zerteilt. Valentin befindet sich auf der dritten Position als das Unglück beginnt. Im steilsten Stück vom Stilfserjoch hat Vali anscheinend zu viel Kraft für sein Rad – die Kette reißt – das Rad ist hinüber. So schnell es ging wurde sein Ersatzrad bereit gestellt, Valentin fällt 3 Positionen zurück und kann sich aber nach einer Aufholjagd wieder die vierte Position sichern.

Der zweite Streich … Was ist bloß mit den Gängen los …?

Um ca. 18 Uhr folgt der nächste Einbruch: Am Mortirolo (1846m), einem weiteren sehr steilen Berg, muss Valentin feststellen, dass auch sein Ersatzrad Probleme bereitet. Erster und zweiter Gang funktionieren nicht (ein Teil war gebrochen) und so muss sich Vali mit dem dritten Gang den Berg rauf kämpfen - mindestens die Hälfte davon im Wiegetritt. Das bedeutet - keine Chance, mit der Spitze mitzuhalten und er wird auch von vier weiteren Fahrern überholt. Erst am Ende des Berges konnte Gott sei Dank ein Mechaniker gefunden werden, der das Ersatzrad provisorisch etwas fahrtauglicher machte.

Zu diesem Zeitpunkt war klar – so kann man kein Rennen gewinnen. Dennoch lässt sich Valentin, wenn auch momentan demoralisiert, nicht entmutigen und fährt stur und stetig weiter – auch wenn ihm alle paar Kilometer die Kette runter fällt. „Fahr wir so lange, bis das Rad auch noch hin ist", mein Zeller. „Versuchen wir´s - Fahrn wir einfach ins Ziel". Immerhin ist es ein gutes Training für die Le Tour Ultime.

Der dritte Streich … ein Sturz …

21.30 Uhr – Das Tief ist überwunden – und Vali singt und lacht wieder!

23.45 Uhr – Valentin fährt mit einem 20er Schnitt gut gelaunt auf den Bernina Pass (der ist übrigens „nur" 2.330 m hoch, wohlgemerkt). Auch die rutschigen Eisenbahnschienen haben es Vali so angetan, dass er sich gleich zu ihnen dazu gelegt hat – doch Gott sei Dank ist nichts passiert.

Der vierte Streich …. Die Nacht … Gewitter … Regen + Blitz + Donner

Die Nacht ist dunkel und stürmisch – doch die Aufholjagd beginnt und Vali zündet den Turbo. Starker Regen, Gewitter und somit tiefe Temperaturen am Bernina Pass konnten Vali nicht einschüchtern. Rasch umgezogen spulte der Spachn-Volte Kilometer für Kilometer unbeirrt runter, ohne sich stressen zu lassen. Bis um sieben Uhr in der Früh konnte er einen Fahrer nach dem anderen überholen und sich schließlich wieder die vierte Position erkämpfen.

12.15 Uhr … Ziel in Sicht!

Endlich war es soweit – nach 24 Stunden und 15 Minuten – nach einem Kettenriss, einem permanenten Ersatzrad-Problem, Gewitter und Regen, einem Sturz, unzähligen „Ketten-Runterhüpfern" kommt Valentin Zeller glücklich ins Ziel:

„Das hätte ich mir am Mortirolo nie gedacht, dass wir heute noch das Ziel erreichen. Ich wollte trotz Pannen nicht aufgeben sondern einfach nur ins Ziel kommen – egal wie. Als Training für die Le Tour Ultime war dieses Rennen ein super Test – ich hab trotz dieser Problemen versucht, mein Tempo so zu fahren, wie ich es auch in Frankreich fahren will und konnte noch einige Plätze gut machen. Meine Prognose - `Zum Zausbleibn is die Form zu gut, zum Gewinnen zu schlecht` – hat sich somit wohl bewahrheitet", meint Valentin schmunzelnd.

Rückblick: Valentin Zeller

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