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Der Fahrradsattel muss passen wie ein Schuh

Der Fahrradsattel muss passen wie ein SchuhUnser Körperbau und der Fahrstil entscheiden, welches Modell zu uns passt.

Kurz, lang, schmal, breit, hart oder weich. Die Auswahl an Fahrradsätteln ist riesig. Worauf kommt es beim Kauf an?, fragen wir den Feldbacher Fahrradhändler Raimund Pucher von Radsport Caska & Pucher.

 
„Das ist individuell ganz verschieden, hat aber wesentlich mit der Neigung des Oberkörpers zu tun“, sagt der Experte. Die Faustregel: Je aufrechter die Sitzposition, umso breiter muss der Sattel sein. Eine ungewohnte Sattelform sei nach einer einmaligen Testfahrt allerdings immer unangenehm. „Weil die Sitzknochenhaut noch nicht daran gewöhnt ist,“ lautet die Erklärung.

Weiche Sättel eignen sich nur für kurze Ausfahrten. Die Sitzknochen sinken nach etwa einer halben Stunde so weit ein, dass tiefer liegendes Gewebe gereizt wird. „Sättel sind im Prinzip wie Schuhe“, sagt Pucher: „Wenn sie nicht passen, drücken oder reiben sie.“ Es gebe allerdings für jeden Interessenten ein passendes Modell. Last, but not least, stünde sogar für Prostata-Patienten ein eigenes Modell zur Verfügung. „SQ-lab zum Beispiel hat einen Sattel mit zwei getrennten, beweglichen Sitzflächen im Programm“, erklärt der Fachmann.

(Quelle: KLEINE ZEITUNG, Samstag, 18. Juni 2005)

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